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Il cavaliere bianco


Der SPIEGEL zitiert unter dem Titel »Barlach zum Suhrkamp-Streit: "Ein Unding, was hier passiert"« aus einem Interview, das er mit Hans Barlach in Sachen Suhrkamp geführt hat und die F.A.Z. zitiert wiederum aus dieser Meldung unter dem Titel »Barlach zum Suhrkamp-Streit: Der weiße Ritter«.

Und schon haben wir zwei »Quellen«. Da die F.A.Z. aber keinen einzigen eigenen Gedanken beisteuert, stellt sich die Frage, worin die geistige Leistung (Schöpfungshöhe) besteht, die es der F.A.Z. erlaubt, diese Meldung als eigene »Quelle« zu bezeichnen und noch darauf zu verweisen »Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben« – auch wenn es sich überhaupt nicht um einen »Artikel« handelt. Ein klassisches Beispiel für die unsinnige Mehrwertgepflogenheiten des heutigen Print-Journalismus im Netz.

Und was ist der Inhalt der verbreiteten Nachricht? Barlach besteht rigoros auf Entlassung der Geschäftsführer Unseld-Berkéwicz & Co. Zudem ist er der Ansicht, »dass die Familienstiftung ihre Mehrheit« abzugeben habe, und seine Medienholding AG ihre Anteile im Gegenzug soweit abgebe, »um einem Dritten, einem sogenannten weißen Ritter, die Mehrheit zu verschaffen«. Und das war’s auch schon.

Das LG Frankfurt wird so am kommenden Mittwoch – 13. Februar – das umsetzen, was es bereits gegenüber beiden Parteien mehr als eindringlich angekündigt hat: den Suhrkamp Verlag im Rahmen des Gesellschaftsrechts auflösen … oder …